Oliven
Der Olivenbaum prägt seit jeher die Landschaft des Mittelmeerraumes. Seine knorrigen, uralten Stämme, seine Äste mit den zarten, weiß gelblichen Blüten, seine silbergrauen Blätter die sich im Wind leicht bewegen, sind ein Genuss für die Sinne.
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1 lt. Flasche                          16.–  Euro
0.5 lt Flasche                         9.–  Euro
Die Ernte
Die Oliven enthalten 16 – 20% Fett. Davon ist der überwiegende Teil im Fruchtfleisch und der Rest im Kern. Erntezeit ist je nach Anbaugebiet zwischen Oktober und Februar.
Die Ölmühle
Vom Baum in die Ölmühle, heisst es. Je länger dies dauert, desto höher ist der Anteil freier Fettsäuren im gepressten Öl. Ein hoher Fettsäureanteil beeinträchtigt Qualität und Geschmack. Die Oliven sollen im Idealfall nur wenige Stunden nach der Ernte, möglichst aber innert dreier Tage gepresst werden.
Pressen der Oliven
Die Oliven werden in der Ölmühle zuerst verlesen. Blätter und schlechte Oliven werden aussortiert. Nach dem Waschen werden die Früchte in einer traditionellen Mühle mit grossen Granitsteinen oder in einer grösseren Mühle mit modernen Maschinen (Hammerschlag und Messer) zu Mus, der Maische, verarbeitet. Die Maische wird auf Pressmatten verteilt und unter Druck gepresst.
Die Weiterverarbeitung
Das beim Pressen abfliessende Öl wird in Zentrifugen von der übrigen Flüssigkeit getrennt. Nun muss das junge Olivenöl längere Zeit im Dunkeln lagern, damit der Ölschlamm sich setzten kann.
Frisches Öl beisst im Hals.
Natives Olivenöl frisch ab Presse hat einen pfeffrigen Geschmack und beisst leicht beim Degustieren. Für Kenner ist es ein Zeichen von Frische und Qualität. Junges Öl ist von intensivem Geschmack und durch die Lagerung wird es milder.
Mystisches zum Olivenöl
In der jüdischen Kultur und im alten Testament genoss der Ölbaum höchstes Ansehen. Das Olivenöl war Opfergabe, Licht – und Wärmequelle, Speise und Körperpflegemittel zugleich. Das für Salbungen verwendete Olivenöl wurde mit Myrrhe, Zimt, Gewürzrohr und Nelken vermischt.
Es gab schon vor 7000 Jahren, den Ölbaum. Seine Heimat ist sehr wahrscheinlich Nordafrika. Dort wurden auf jeden Fall Fossilien von Olivenblättern gefunden, die aus der Zeit 5000 Jahren v. Chr. stammen sollten. Unbestritten ist der Olivenbaum eine der ältesten Kulturpflanzen.
Lange Zeit symbolisierte der Olivenbaum auch Reichtum, Wohlstand und Glück. Der Herrscher der verschiedenen Dynastien betrieben einen regen Ölhandel und Olivenvorräte wurden als Reichtum angesehen.
Der Olivenbaum wurde schon früh „heilig“ erklärt. Geweiht wurde er der Göttin Athene. Die Ölbäume auf der Akropolis galten als Symbol des Friedens. Bei den olympischen Spielen wurde der Sieger mit einem Olivenzweig geehrt.
Diesem Baum muss man sich mit Ehrfurcht nähern, ist er doch nicht nur als Nahrungsspender eines der ältesten Kulturgewächse, sonder auch als Helfer der Heilung, Gewährer der Substanzen kultischer Handlungen, der Königs – und Priesterweihen und als Spender der Sterbenssakramente bekannt. Er ist der priesterliche Patriarch unter den Bäumen. Im lichten Schatten eines Olivenbaumes, der mit bald silbern, bald golden aufblitzender Helle sanft, durchwoben wird, lebt grosser Frieden.
Wilhelm Pelikan
